-Für eine bessere Zusammenarbeit unterschiedlichster Institutionen und Initiativen,
insbesondere in mittel- und osteuropäischen Metropolen-

Archiv ab Herbst 2003

06.05.-07.05.2004

Europa braucht Bürgerbeteiligung

Nachhaltige Mobilität und Lokale Agenda 21 im Kontex der EU-Erweiterung

Internationale Tagung mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Prag, Warschau und Berlin im Rahmen der Europa Woche
BERLINER BRIEFE
Ausgabe 58 / August - September 2004

Es bedarf im erweiterten Europa der Bürgerbeteiligung,  um eine nachhaltige Verkehrspolitik zu gestalten. Besonders wichtig sind hierbei die Verbesserung der Lebensqualität im öffentlichen Raum, die Förderung und Stärkung der Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichsten Institutionen und Initiativen sowie die Entwicklung und Begleitung regionaler und grenzüberschreitender Projekte wie Planungswerkstätten oder Bürgerbeteiligungsverfahren.

Das Europäische Netzwerk Mobilität und Lokale Agenda 21, kurz: mobilocal21, will diesen Prozesse unterstützen und den internationalen Dialog zwischen BürgerInnen und Verwaltungen fördern. Seit September 2003 konnten bereits drei Workshops in Prag und Berlin durchgeführt werden mit Unterstützung des Bildungswerkes Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung sowie den Stadtverwaltungen der Metropolen an Moldau und Spree.

Das jüngste Treffen kam im Rahmen der Europawoche am 6. und 7.Mai 2004 mit Vertretern aus Warschau, Prag in Berlin zustande. Über die aktuelle Umsetzung der Lokalen Agenda 21 in der tschechischen und der deutschen Hauptstadt  berichteten Barbora Safarova vom Institut für Umweltpolitik, Prag, und Dr. Andreas Faensen-Thiebes vom Agendabüro Berlin. Zukunftsszenarien nachhaltigen Verkehrs in Großstadtregionen stellten Mieczyslaw Reksnis, Leiter der Warschauer Infrastrukturabteilung, und  Dr. Jürgen Murach, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin, vor. Liliane Kappelt, Regierungsrätin im Bundesministerium für Verkehr, und Hermann-Josef Vogt, Mitglied des VCD Bundesvorstandes, stellten schließlich die verkehrspolitischen Herausfordeungen der EU-Erweiterung aus ihrer Sicht dar.

Am zweiten Konferenztag standen ein Besuch zur Eröffnung der Ausstellung: "Drei Hauptstädte im erweiterten Europa: Budapest, Prag und Warschau" im Rahmen der Europawoche sowie eine Exkursion über "Verkehr und öffentlichen Raum" im Prenzlauer Berg auf dem Programm.

Dem zweitägigen Workshop, bei dem erstmals auch Gäste aus Warschau teilnahmen, soll eine weitere Begegnung im Herbst 2004 folgen. Sie wird gemeinsam mit Vertretern von SOS Praha, dem Dachverband der Prager Bürgerinitativen, geplant und vom Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) mit Mitteln aus der Deutschen Klassenlotterie gefördert. 

Mitte Juni wurde der Verein "Europäisches Netzwerk Mobilität und Lokale Agenda 21" gegründet, um die weitere Arbeit auf ein solides Fundament zu stellen. Weitere Informationen sind unter www.mobilocal21.org und über einen Newsletter erhältlich, der bei info@mobilocal21.org abonniert werden kann.

Quelle:
www.grueneliga.de/berlin/berliner_briefe/index.html

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