Central and Eastern European Project Partnerships

Active in Urban Districts

Bundesaktion Bürger initiieren Nachhaltigkeit (BIN)

MOBIL in europäischen Quartieren

Ein Projekt zur nachhaltigen Stadtentwicklung und zum Aufbau von internationalen Partnerschaften mit Partnern aus Mittel- und Osteuropa

Ausgangssituation und eigene CEE-Erfahrungen

Auch die CEE-Staaten (Central and Eastern Europe) haben unter Bezugnahme auf den Erdgipfel in Rio de Janeiro Strategien für eine nachhaltige Entwicklung erarbeitet und Nationale Komitees für nachhaltige Entwicklung eingerichtet. Obwohl inzwischen ca. 100 Gemeinden aus Mittel- und Osteuropa durch Unterzeichnung der Charta von Aalborg ihre Absicht erklärt haben, nachhaltige Entwicklung auf lokaler Ebene umzusetzen, ergeben sich häufig Schwierigkeiten für Initiativen sowie Nachhaltigkeitsakteure durch die Vielzahl der „akuten“ und „sofort zu lösenden“ Probleme. Es erscheint uns deshalb umso wichtiger, Nachhaltigkeitsprozesse in CEE-Staaten durch die Entwicklung und Förderung von Kooperationen zu unterstützen.

Themenschwerpunkt ist die nachhaltige Stadt- und Verkehrsentwicklung.

Mobilocal21 arbeitet zusammen mit

• dem Agendabüro der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin,

• der Abteilung Verkehr der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin

• und der Senatskanzlei Berlin.

Kenntnisse unserer Partner aus den CEE-Staaten finden ausdrückliche Berücksichtigung. Vor allem mit dem Institut für Umweltpolitik in Prag arbeiten wir seit Jahren zusammen. In Kooperation mit dem Stadtbezirk Prag 7 und dem Institut für Umweltpolitik haben wir im Oktober 2004 im Rahmen eines geförderten Projektes (Projektagentur „Zukunftsfähiges Berlin“, Institut für Zukunftsforschung und Technologiebewertung) eine Zukunftswerkstatt zur Umgestaltung eines Stadtplatzes in Prag durchgeführt.

Inhalte

Das Projekt gliedert sich in drei Teilbereiche (a-c):

a. Einrichtung einer Projektbörse,

Organisation und Durchführung mit Partnern aus Verwaltung und Wirtschaft sowie Mitgliedern von Agenda-Initiativen und –Vereinen aus Berlin und CEE-Städten;

Projektbörse (31. Mai – 2. Juni 2007) und Berliner Vorbereitungstreffen (8. März 2007) bringen verschiedene potenzielle Projektpartner zusammen, sind gleichzeitig aber auch Workshop für Multiplikatoren, die im Kontext der Lokalen Agenda 21, einer nachhaltigen Stadtentwicklung sowie in CEE-Projekten arbeiten. Neben dem fachlichen ermöglicht die Veranstaltung auch den persönlichen Austausch, der eine wichtige Voraussetzung für nachhaltige Kooperationen ist. Zielstellung der Projektbörse ist die verbindliche Vereinbarung konkreter Kooperationen und erster Handlungsschritte zwischen den Akteuren.

b. „Mini-Audits“

zur Mobilität in Berlin, Prag, Wroclaw und Kosice, aufbauend auf den Berliner Nachhaltigkeitsindex („B-NAX“);

Unter „Mini-Audits“ verstehen wir kurz gefasste Übersichten mit charakteristischen Kennzahlen zu ausgewählten Themen einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Konzentrieren wollen wir uns auf Mobilität/Verkehr. „Mini-Audits“ sollen eine erste Einschätzung zur Nachhaltigkeit in einer Stadt und eine Vergleichsmöglichkeit zu anderen Städten erlauben sowie die Projektarbeit in Richtung Nachhaltigkeit durch die Möglichkeit der Evaluierung konkretisieren. Im Rahmen des Projekts erarbeiten wir auf der Grundlage des Berliner Nachhaltigkeitsindexes (B-NAX) ein „Mini-Audit“, das wir in Berlin, Prag, Wroclaw und Kosice evaluieren.

Die Ergebnisse des „Mini-Audits“ stellen wir auf der Projektbörse vor und diskutieren sie mit unseren Partnern aus den CEE-Staaten. „Mini-Audits“ erleichtern auch für zukünftige Partner den Einstieg in ein Kooperationsprojekt, weil auf diese Weise mit relativ geringem Aufwand ein erster Ist-Zustand im Bereich Nachhaltigkeit und somit auch der Handlungsbedarf formuliert werden kann.

c. Mobilität im Quartier

Darstellung von Praxisbeispielen und Kooperationsprojekten (best practices) zum Themenschwerpunkt „Nachhaltige Mobilitätsentwicklung in Stadtquartieren“ zur Konkretisierung der Teilbereiche a. und b.

Das Thema „Mobilität“ wird von uns als prioritärer Schwerpunkt angesehen, weil Fragen von Flächenverbrauch, Raumnutzung und Regionalentwicklung oft „verkehrsbedingt“ geprägt sind. Die Ergebnisse unserer Recherchen zur „Mobilität im Quartier“ fassen wir in einem Leitfaden zusammen und stellen diesen allen Projekt- und Kooperationspartnern als Handlungsempfehlung zur Verfügung.

Mehr Infos:www.bund-bin.de


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